AGB / Terms

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – verbindliche Regeln für Nutzung, Leistungen, Haftung, Widerruf (B2C) sowie ergänzende Prozesse (z. B. Export, Sperrung, Acceptable Use). Diese Seite ist Teil der Legal-Area von gatif.ai.
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AGBStand: 2026-02-16 · Gültig für: gatif.ai
1) Kurzüberblick
Die maßgeblichen Details ergeben sich aus dem nachfolgenden Volltext der AGB. Maßgeblich sind jeweils die im Vertrag einbezogenen Dokumente. Bei Fragen wenden Sie sich an die unten genannte Kontaktadresse.
2) Volltext der AGB

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB) – GATIFY

Stand: 16.02.2026

0. Anbieter, Kontakt, Register & Identifikationsdaten

0.1 Anbieter / Vertragspartner

(1) Anbieter und Vertragspartner sämtlicher Leistungen, Nutzungen, Bereitstellungen, Zugriffe, Supporthandlungen, Programmbestandteile sowie sonstiger, im Zusammenhang mit dem Produkt- und Markenauftritt „GATIFY“ unter der Domain gatif.ai erbrachter Tätigkeiten, gleichgültig ob diese entgeltlich oder unentgeltlich erbracht werden, ist die Digital Ninja LTD., eingetragen nach bulgarischem Recht in der Rechtsform EOOD (Single-member limited liability company), mit Sitz und ladungsfähiger Anschrift Debar 27, fl. 6, apt. 16, 9000 Varna, Bulgarien, vertreten durch den Geschäftsführer/Manager Jan F. Lammers (Jan Friedrich Lammers).

(2) Soweit nicht in einer individualvertraglichen Vereinbarung, einem Angebot, einem Statement of Work (SOW), einer Auftragsbestätigung oder einer sonstigen in Textform einbezogenen Leistungsbeschreibung ausdrücklich und unzweideutig abweichend ausgewiesen, werden sämtliche Leistungen im Namen und auf Rechnung der Digital Ninja LTD erbracht, wobei etwaige Kooperationspartner, Dritt-Provider, externe Consultants oder sonstige Dritte – sofern sie überhaupt eingeschaltet werden – ausschließlich als Drittanbieter im Sinne der nachfolgenden Regelungen eingesetzt werden, ohne dass hieraus für den Kunden, mangels ausdrücklicher „Key-Person“- oder „Fixer Provider“-Vereinbarung im SOW, ein Anspruch auf eine bestimmte Person, ein bestimmtes Unternehmen, eine bestimmte Technologie, einen bestimmten Stack, eine bestimmte Location oder eine bestimmte Unterauftragnehmerkette hergeleitet werden kann.

0.2 Kontakt (Legal/Vertrag/Support/Security)

(1) Zentrale Kontaktadresse für sämtliche vertraglichen, rechtlichen, organisatorischen, supportbezogenen sowie administrativen Anliegen ist die E-Mail-Adresse info@gatif.ai, unter der der Anbieter rechtsverbindliche Mitteilungen entgegennimmt, wobei ergänzend ein telefonischer Kontakt unter +49 1573 9095635 angeboten wird, ohne dass hieraus eine Pflicht zur telefonischen Erreichbarkeit, ein bestimmtes Servicelevel oder eine bestimmte Reaktionszeit abgeleitet werden kann.

(2) Datenschutzkontakt (Privacy) ist Jan F. Lammers, erreichbar unter info@gatif.ai, wobei der Anbieter, soweit eine Benennungspflicht nach Art. 37 ff. DSGVO nicht besteht, keinen Datenschutzbeauftragten bestellt hat, und – sofern eine Pflicht künftig aufgrund geänderter tatsächlicher oder rechtlicher Umstände eintreten sollte – eine entsprechende Bestellung unverzüglich nachgeholt und die Kontaktstelle an geeigneter Stelle veröffentlicht wird.

(3) Sicherheitsrelevante Meldungen, insbesondere Hinweise auf Schwachstellen, Security Incidents, Exploits, missbräuchliche Nutzung oder sonstige Sicherheitsereignisse, sind ausschließlich an info@gatif.ai zu richten, wobei Meldungen über andere Kanäle nicht als ordnungsgemäße Sicherheitsmeldung gelten, und der Kunde sicherzustellen hat, dass Sicherheitsmeldungen so konkret ausgestaltet sind, dass der Sachverhalt anhand von Scope, betroffener Komponente, Reproduktionsschritten und Impact nachvollzogen werden kann, und dass keine sensiblen Produktionsdaten, Geheimnisse, Tokens oder vergleichbare Informationen unverschlüsselt übermittelt werden.

0.3 Register & IDs

(1) UIC/PIC: 207308629.

(2) VAT/USt-ID: BG207308629, registriert seit 04.07.2023.

(3) Register: Unified Trade Register and Register of Non-profit Legal Entities (Bulgarien).

0.4 Marke/Produkt

(1) „GATIFY“ sowie die Domain gatif.ai sind Produkt- und Markenauftritte der Digital Ninja LTD.

(2) Sämtliche Rechte an Marken, Kennzeichen, Domains, UI-Designs, Produktnamen, Layouts, Texten, Grafiken, Konzepten und sonstigen Produktdarstellungen verbleiben, soweit nicht ausdrücklich abweichend geregelt, beim Anbieter, wobei der Kunde – ohne dass hierdurch Rechte übertragen würden – lediglich diejenigen Nutzungsrechte erhält, die zur vertragsgemäßen Nutzung zwingend erforderlich sind, und im Übrigen insbesondere keine Rechte erwirbt, die zur Anmeldung eigener Schutzrechte, zur Ableitung von Bearbeitungsrechten oder zur Nutzung außerhalb des Vertragszwecks berechtigen.

1. Vertragsfundament

1.1 Geltungsbereich (Scope – maximal)

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für jede Nutzung von GATIFY und für sämtliche damit zusammenhängenden Vertragsverhältnisse zwischen Anbieter und Kunde, unabhängig davon, ob Leistungen als Abonnement, Projekt, Managed Service, Programm, Training, Beratung, Implementierung, Optimierung oder in sonstiger Form entgeltlich erbracht werden, oder ob Leistungen, etwa im Rahmen eines Free-, Trial-, Preview-, Beta- oder Fit-Check-Formats, unentgeltlich bereitgestellt werden.

(2) Diese AGB erfassen insbesondere die Nutzung der Web-App einschließlich sämtlicher dort bereitgestellter Funktionen, worunter – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Upload, Verarbeitung, Workflows, Exporte, Nutzerverwaltung, Rollen- und Berechtigungssysteme, Logging- und Telemetrie-Funktionen, Dokumentansichten sowie Wissens- und Chat-Funktionen fallen können, ferner jede mobile Darstellung, einschließlich responsiver Varianten oder PWA-Umsetzungen sowie etwaige spätere Mobile-Apps, sobald diese bereitgestellt werden, ferner sämtliche Kommunikations- und Interaktionswege im Zusammenhang mit GATIFY, namentlich Registrierung, Login, Account- und Nutzerverwaltung, Security-Einstellungen, Support- und Ticketingprozesse, Terminbuchungen, E-Mail-Kommunikation, Workshops, Sprints, Briefings, Trainings sowie sonstige Interaktionen, und schließlich alle Angebots- und Leistungsformen und Produktbereiche, insbesondere Suite- beziehungsweise Plattformmodule, System-Mechaniken zu Monitoring, Rollen, Rhythmus und Governance/Operating Model, Managed Services, Programme wie Fit Check, Workshop- und Sprintformate, Executive Briefings, Training/Enablement sowie Beratung, Konzeption, Implementierung und Optimierung einschließlich Pilot-, Preview-, Beta-, Free- und Trial-Formaten.

(3) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern (B2B) als auch gegenüber Verbrauchern (B2C), wobei zwingende verbraucherschützende Vorschriften unberührt bleiben und Regelungen, die ausschließlich für Unternehmer oder ausschließlich für Verbraucher gelten, ausdrücklich als solche gekennzeichnet werden.

(4) Diese AGB gelten auch dann, wenn der Kunde Leistungen oder Zugänge, insbesondere Seats, Workspaces oder vergleichbare Nutzungseinheiten, für Dritte oder innerhalb eines Konzerns, etwa für Tochtergesellschaften, Schwesterunternehmen oder verbundene Unternehmen, nutzt oder bereitstellt, wobei Vertragspartner ausschließlich derjenige Kunde bleibt, der die Bestellung abgegeben hat, und dieser die volle Verantwortung für Vertragserfüllung, Zahlungen, Nutzungsregeln, Compliance, Freistellungen sowie Nutzerhandlungen trägt, unabhängig davon, ob ein Dritter tatsächlich nutzt oder wirtschaftlich profitiert.

1.2 Rangfolge / Vertragsbestandteile (Order of Precedence – final)

(1) Die vertraglichen Vereinbarungen bestehen aus diesen AGB sowie den jeweils wirksam in Textform einbezogenen Dokumenten, wobei die Einbeziehung und Verbindlichkeit stets voraussetzt, dass der jeweilige Dokumenteninhalt dem Kunden vor oder bei Vertragsschluss zugänglich gemacht wird oder nachträglich in Textform vereinbart wird.

(2) Im Falle von Widersprüchen, Unklarheiten oder Kollisionen zwischen einzelnen Vertragsbestandteilen gilt zwingend folgende Reihenfolge, wobei jeweils die vorrangige Regelung die nachrangige verdrängt: Zunächst gelten individuelle Kundenverträge, Angebote, Statements of Work (SOW) und Auftragsbestätigungen, insbesondere hinsichtlich Scope, Deliverables, Abnahme, Vergütung, Laufzeit, SLA, Support-Level, Change-Regeln und Besonderheiten; nachrangig gilt die Order Summary beziehungsweise Buchungsbestätigung mit Plan, Laufzeit, Preis, Zahlungsart und Add-ons; sodann gilt ein etwaiges SLA, jedoch nur, soweit dieses ausdrücklich im Kundenvertrag oder SOW vereinbart ist; danach gelten diese AGB; im Anschluss gelten Leistungs- und Featureübersichten im Account oder in der Planbeschreibung; und zuletzt gelten Policies und Anlagen, insbesondere Acceptable Use, DPA/AVV, Security/Disclosure oder eine Subprozessorenliste, jeweils nur soweit wirksam einbezogen.

(3) Nicht verbindlich, sofern nicht ausdrücklich in Textform einbezogen, sind insbesondere Inhalte von Marketingseiten, Blogposts, Social-Media-Inhalten, allgemeine Diagramme, Aussagen in Sales Calls, Präsentationen, Produktvideos, One-Pager sowie sonstige Werbeaussagen, wobei allgemeine Begriffe wie „auditfähig“, „kontrolliert“, „skalierbar“ oder „board-ready“ keine Beschaffenheitsgarantien darstellen, sondern lediglich typische Zielbilder und Vorgehensweisen beschreiben.

1.3 Textform / Nebenabreden

(1) Änderungen, Ergänzungen und Nebenabreden werden nur wirksam, sofern sie in Textform, wobei E-Mail genügt, vereinbart werden, soweit nicht zwingendes Recht im Einzelfall eine strengere Form vorschreibt.

(2) Der Anbieter ist nicht verpflichtet, mündliche Nebenabreden zu bestätigen oder zu erfüllen, wobei eine Leistungserbringung ohne ausdrückliche Bestätigung keine Anerkennung einer vom Kunden behaupteten Nebenabrede darstellt, sondern als Erfüllung der vereinbarten Hauptleistung zu verstehen ist.

1.4 Begriffe (Definitionen – verbindlich)

(1) Soweit in diesen AGB oder in einbezogenen Dokumenten der Begriff „Best effort“ verwendet wird, bedeutet dies, dass der Anbieter die jeweilige Leistung mit fachüblicher Sorgfalt und angemessenem Aufwand unter Berücksichtigung des technischen Stands, der Sicherheitslage, der wirtschaftlichen Zumutbarkeit sowie der Betriebsstabilität erbringt, ohne dass hierdurch eine Zusage einer bestimmten Erfolgsquote, eines bestimmten Ergebnisses, einer bestimmten Zeit oder einer bestimmten Kompatibilität begründet wird.

(2) Soweit von „keiner Drittkompatibilitätsgarantie“ die Rede ist, bedeutet dies, dass der Anbieter nicht schuldet, dass Exporte, Outputs, Dateien oder Konfigurationen mit beliebigen Drittprodukten, -formaten, -versionen oder Systemlandschaften kompatibel sind, sondern eine Kompatibilität nur dann geschuldet ist, wenn diese ausdrücklich im Order-, SOW- oder Deliverable-Umfang vereinbart wurde.

(3) „System-E-Mails“ sind automatisiert generierte Nachrichten, insbesondere Bestätigungen, Sicherheitswarnungen oder Zahlungsinformationen.

(4) „Telemetrie“ umfasst technische Diagnosedaten, insbesondere Fehlercodes, Log-Events und Performance-Metriken.

(5) „Betriebsfenster“ bezeichnet das Zeitfenster, in dem Support oder Service regulär erbracht wird, soweit dies in diesen AGB oder im SOW beziehungsweise SLA definiert ist.

(6) „Datenexport“ ist jede vom Kunden initiierte Ausgabe oder Übertragung von Inhalten oder Outputs, insbesondere durch Download, Exportdatei, Bericht, Übergabeformat oder – sofern angeboten – Schnittstellenbereitstellung.

1.5 Vertragssprache, Vertragstext, Notices

(1) Vertragssprache ist Deutsch; englische Fassungen dienen ausschließlich der Orientierung und entfalten, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, keine eigenständige rechtliche Verbindlichkeit.

(2) Der Anbieter speichert Vertragstexte, insbesondere Order Summaries, Buchungsbestätigungen sowie gegebenenfalls SOW/Angebote, in angemessenem Umfang, wobei der Kunde AGB und Bestelldaten im Rahmen der technischen Möglichkeiten speichern oder ausdrucken kann.

(3) Rechtsverbindliche Mitteilungen des Anbieters an den Kunden erfolgen per E-Mail an die im Account hinterlegte Adresse, während der Kunde Mitteilungen an den Anbieter an info@gatif.ai richten kann.

(4) Der Kunde stellt sicher, dass System-E-Mails zugestellt werden können, indem er insbesondere Whitelisting und Spamfilter entsprechend konfiguriert, und eine E-Mail gilt als zugegangen, sobald sie im Machtbereich des Kunden abrufbar ist, wobei der Kunde das Risiko trägt, Mitteilungen aufgrund technischer oder organisatorischer Umstände, etwa überfülltem Postfach, falscher Adresse, Spamfiltern oder Weiterleitungen, nicht zur Kenntnis zu nehmen.

2. Vertragsschluss, Registrierung, Vertretung, Bonität, Trial/Free, Minderjährige

2.1 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung von Leistungen, Plänen und Preisen stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, seinerseits ein Angebot abzugeben.

(2) Der Vertrag kommt zustande, indem der Kunde eine Bestellung oder Registrierung vornimmt und der Anbieter diese annimmt, wobei die Annahme insbesondere durch Bestätigung per E-Mail, Freischaltung des Accounts oder Beginn der Leistungserbringung, etwa durch Bereitstellung eines Workspaces, Aktivierung eines Plans oder Start eines Workshops, erfolgen kann.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Bestellungen abzulehnen oder Accounts nicht freizuschalten, sofern objektive Gründe vorliegen, insbesondere bei Missbrauchsverdacht, falschen Angaben, Sanktions- oder Exportkontrollrisiken, Sicherheits- oder Compliancebedenken oder Zahlungsverzug aus früheren Vertragsverhältnissen, wobei ein Anspruch auf Abschluss eines Vertrags nicht besteht.

2.2 Registrierung, Verifizierung, Missbrauchsprävention

(1) Der Kunde ist verpflichtet, vollständige, korrekte und aktuelle Angaben zu machen und diese aktuell zu halten, insbesondere Kontaktdaten, unter denen der Anbieter den Kunden zuverlässig erreichen kann.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, zur Risikoreduktion geeignete Nachweise zu verlangen, wobei im B2B-Kontext insbesondere Unternehmensidentität, USt-ID/VAT, Vertretungsnachweise und Rechnungsanschrift und im B2C-Kontext Identitätsprüfungen nur im rechtlich zulässigen Rahmen, insbesondere bei Zahlungsausfallrisiken oder Missbrauchsverdacht, in Betracht kommen.

(3) Der Anbieter darf technische und organisatorische Maßnahmen zur Missbrauchsprävention einsetzen, insbesondere zur Erkennung und Unterbindung von Bot-Registrierungen, Mehrfachaccounts, Limitumgehungen, Security-Scanning, massenhaftem Scraping, verdächtigen Zugriffsmustern, Credential Stuffing und sonstigen Abuse-Formen.

2.3 Admin-Bindung (B2B)

(1) Der Kunde stellt sicher, dass als Admin benannte Nutzer intern vertretungsberechtigt sind oder jedenfalls in einer Weise bevollmächtigt wurden, die die Bindung des Kunden an Admin-Handlungen rechtfertigt.

(2) Admin-Handlungen binden den Kunden, wobei dies insbesondere Buchungen, Seat-Anpassungen, Upgrades und Downgrades, Kündigungen, den Abschluss oder die Annahme eines DPA/AVV, die Änderung sicherheitsrelevanter Einstellungen, Exporte, Berechtigungsänderungen sowie Freigaben im Human-in-the-loop umfasst.

(3) Der Anbieter prüft interne Zuständigkeiten nicht, sodass der Kunde das Risiko unberechtigter Handlungen seiner Admins trägt, sofern er diese zu vertreten hat, insbesondere bei fehlerhaften Rollenzuweisungen, fehlenden internen Prozessen oder unzureichender Zugriffskontrolle.

2.4 Trial/Free

(1) Trial- oder Free-Nutzungen sind freiwillige Leistungen des Anbieters, die dieser jederzeit hinsichtlich Umfang, Features, Limits oder Verfügbarkeit ändern oder einstellen darf, insbesondere wenn dies zur Sicherung des Betriebs, zur Missbrauchsprävention oder aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich ist.

(2) Ein Anspruch auf Fortsetzung, bestimmte Features, bestimmte Performance oder bestimmte Datenaufbewahrung im Trial/Free besteht nicht, und der Anbieter darf Trial-Daten nach Ablauf löschen oder anonymisieren, ohne dass hieraus Ansprüche entstehen, sofern zwingendes Recht nicht entgegensteht.

(3) Missbrauch berechtigt zu Maßnahmen nach den Nutzungsregeln, insbesondere Warnung, Drosselung, Suspendierung oder Kündigung, und bei akuter Gefahr ist der Anbieter zur sofortigen Sperrung berechtigt.

(4) Eine kostenpflichtige Nutzung entsteht ausschließlich durch ausdrückliche Bestellung; eine stillschweigende Konvertierung oder automatische Umstellung in eine kostenpflichtige Nutzung ist ausgeschlossen.

2.5 Mindestalter

Die Nutzung ist ausschließlich Personen ab 18 Jahren gestattet, wobei der Anbieter bei Verdacht berechtigt ist, Accounts zu sperren und einen geeigneten Altersnachweis zu verlangen, und bei Nichtnachweis die Löschung vorzunehmen.

2.6 Bonität und Zahlungsarten

(1) Der Anbieter ist berechtigt, bestimmte Zahlungsarten, insbesondere Rechnung, von Bonität, Nachweisen oder Vorkasse abhängig zu machen.

(2) Bei Fehlzahlung, Rücklastschrift, Chargeback oder Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, die Zahlungsart umzustellen, Leistungen zurückzuhalten, den Zugriff zu sperren sowie eine Wiederfreischaltung vom vollständigen Ausgleich sämtlicher offener Forderungen einschließlich Gebühren abhängig zu machen.

3. Vertragsgegenstand, Leistungsarten, Umfang

3.1 Allgemeines (SaaS-Charakter, keine Erfolgsgarantie)

(1) Geschuldet ist die Bereitstellung von GATIFY im vertraglich vereinbarten Umfang gemäß Plan, Order oder SOW, wobei der Anbieter, sofern nicht ausdrücklich vereinbart, keine Ergebnisse schuldet, die über die Bereitstellung der Plattform hinausgehen, insbesondere keine interne Prozessreife, keine Compliance-Freigaben, keine Einsparziele oder sonstige betriebswirtschaftliche Zielerreichungen.

(2) Eine Garantie für ROI, Umsatz, Einsparungen, Conversion, Rankings, Audit-Ergebnisse, Zertifizierungen oder Compliance-Freigaben wird ausdrücklich nicht übernommen, und der Kunde trägt die Verantwortung für Entscheidungen, Maßnahmen und die operative Umsetzung, einschließlich der fachlichen Prüfung und Freigabe etwaiger Outputs.

3.2 Plattformmodule (Suite) – Beschreibung und Grenzen

(1) GATIFY kann – abhängig von der Buchung – Funktionen und Module umfassen, insbesondere Document Intelligence, OCR/Extraktion, Klassifikation/Tagging, assistive Vertragsanalyse, assistive Rechnungserkennung, Wissensdatenbank- und Chatbot-Funktionen, Workflows/Agents, Voicebots oder eine RPA-Orchestrierung, jeweils nur soweit diese tatsächlich gebucht, freigeschaltet oder vertraglich zugesagt sind.

(2) Der Anbieter schuldet ausschließlich die in Plan, Order oder SOW zugesagten Module, sodass alles, was nicht ausdrücklich vereinbart ist, als nicht geschuldet gilt, insbesondere Integrationen in Fremdsysteme, spezielle Exportformate, kundenspezifische Automationslogiken, besondere Compliance-Anforderungen oder ein On-Prem-Deployment, sofern dies nicht ausdrücklich zum Vertragsgegenstand gemacht wurde.

(3) Der Kunde erkennt an, dass die Outputqualität wesentlich von Inputqualität und Kontext abhängt, sodass kein Mangel vorliegt, wenn Fehler oder Abweichungen auf schlechte Scanqualität, unleserliche Handschrift, atypische Layouts, fehlende Trainings- oder Referenzdaten, widersprüchliche Inhalte, fehlerhafte Bedienung, Drittquellen oder kundenseitige Systemumstände zurückzuführen sind, und der Kunde bleibt verpflichtet, Outputs vor Nutzung fachlich zu prüfen.

3.3 Programme (Fit Check, Workshop, Sprint, Executive Briefing)

(1) Ein Fit Check ist eine orientierende Einschätzung und Empfehlung, die weder eine Erfolgsgarantie noch ein Audit oder eine Rechtsberatung darstellt, und die auf begrenzten Informationen basiert, sodass der Anbieter nicht dafür haftet, dass spätere Detailanalysen zu abweichenden Ergebnissen gelangen.

(2) Workshops sind Dienstleistungen zur Erhebung, Konzeption und Vorbereitung, deren Deliverables insbesondere Protokolle, Scopes, Risikobetrachtungen, Prioritäten und Skizzen umfassen können, wobei der Anbieter die Durchführung und dokumentierte Ergebnisse schuldet, nicht jedoch eine vollständige Implementierbarkeit in sämtlichen IT-Umgebungen oder die Realisierung eines bestimmten Projektziels.

(3) Ein Sprint ist ein zeitlich begrenzter Leistungsumfang, dessen Änderungen ausschließlich über Change Requests erfolgen, und dessen Abnahme nach den Abnahmeregeln erfolgt, wobei sich Leistungserbringung verschiebt, wenn der Kunde Scope erweitert oder erforderliche Inputs und Mitwirkung nicht erbringt, und Mehrleistungen als Change Requests zu behandeln sind.

(4) Ein Executive Briefing ist eine Entscheidungsunterlage und kein Audit oder Gutachten, und ersetzt insbesondere keine Prüfungen durch Rechts- oder Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Informationssicherheitsbeauftragte.

3.4 Managed Services (Monitoring, Rollen, Rhythmus)

(1) Managed Services werden nur geschuldet, wenn sie im SOW oder in der Order ausdrücklich vereinbart sind.

(2) Inhaltlich können Managed Services Monitoring, Health Checks, Incident-Handling sowie Pflege und Optimierung im vereinbarten Rhythmus und Kontingent umfassen, wobei diese Leistungen regelmäßig als „best effort“ innerhalb des vereinbarten Rahmens erbracht werden, ohne dass ein bestimmter Zustand, etwa „0 Incidents“, „perfekte Klassifikation“ oder „immer grün“, geschuldet ist.

(3) Alles außerhalb des vereinbarten Scopes oder Rhythmus ist als Change Request zu behandeln, insbesondere neue Use Cases, neue Datenquellen, neue Workflows, neue Rollenprozesse, höhere Supportzeiten, erhöhte Frequenzen oder zusätzliche Dokumenttypen.

3.5 Training/Enablement

(1) Trainings sind Dienstleistungen, bei denen kein Prüfungserfolg oder Lernerfolg geschuldet ist, sondern eine fachgerechte Vermittlung, wobei die Umsetzung im Betrieb und die interne Verankerung beim Kunden verbleiben.

(2) Schulungsunterlagen dürfen nur vertragsgemäß genutzt werden, und eine Veröffentlichung, Weitergabe oder kommerzielle Weiterverwertung, etwa als eigenes Training, Verkauf oder öffentliche Bereitstellung, ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Anbieters untersagt, während eine interne Nutzung im Rahmen der Vertragszwecke zulässig ist.

3.6 Beta/Preview

(1) Beta- oder Preview-Funktionen werden „as is“ bereitgestellt, können jederzeit geändert oder entfernt werden und können eingeschränkte Sicherheit, Funktionalität oder Stabilität aufweisen.

(2) Beta/Preview ist nicht für sensible Daten bestimmt, es sei denn, dies ist ausdrücklich vereinbart, und der Kunde trägt das Risiko, sofern er Beta/Preview in kritischen Prozessen verwendet.

3.7 Systemvoraussetzungen

Der Kunde hat aktuelle Browser, insbesondere die letzten zwei Major-Versionen, zu verwenden und ist für Endgeräte, Netzwerk, Security und Updates verantwortlich, wobei der Anbieter nicht für Störungen haftet, die aus kundenseitiger Infrastruktur, Unternehmensfirewalls, Proxy-Konfigurationen oder veralteten Endgeräten entstehen.

4. Leistungsänderungen, Wartung, Verfügbarkeit, Kapazität, Support

4.1 Weiterentwicklung und Änderungen

(1) Der Anbieter ist berechtigt, Bugfixes, Security Patches sowie Performance-Optimierungen jederzeit auszurollen, was Änderungen an UI, Workflows, Infrastruktur, Logik und internen Modellen umfassen kann, sofern die Kernfunktionen im Wesentlichen erhalten bleiben.

(2) Die Abkündigung wesentlicher Funktionen erfolgt, soweit zugesagt, mit angemessener Vorlaufzeit oder durch Bereitstellung einer Ersatzfunktion, wobei „angemessen“ insbesondere bedeutet, dass dem Kunden eine zumutbare Möglichkeit verbleibt, Daten zu exportieren oder Prozesse umzustellen.

4.2 Verfügbarkeit und Wartung (ohne SLA)

(1) Sofern kein SLA vereinbart ist, erfolgt die Bereitstellung nach „best effort“, ohne dass eine feste prozentuale Mindestverfügbarkeit geschuldet ist.

(2) Wartungen können Einschränkungen verursachen, wobei der Anbieter geplante Wartungen nach Möglichkeit in Zeiten geringerer Last legt, und Notfallwartungen jederzeit zulässig sind, sofern sie zur Abwehr von Sicherheitsrisiken, Stabilitätsproblemen oder Datenintegritätsrisiken erforderlich sind.

(3) Ein Mangel liegt nicht vor bei Ausfällen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters, insbesondere bei Störungen von Netzen, dem Internet, Drittanbietern oder Force Majeure, wozu insbesondere Störungen von Cloud- und Hosting-Anbietern, Modellprovidern, Telefonieprovidern, Auth-Anbietern, E-Mail-Zustellern sowie allgemeine Internetstörungen gehören können.

4.3 Technische Limits / Fair Use

(1) Der Anbieter darf technische Limits setzen und anpassen, insbesondere hinsichtlich Uploadgröße, Dateitypen, Parallelität, Rate-Limits oder Queueing, soweit dies der Systemsicherheit, Stabilität, fairen Ressourcennutzung und Missbrauchsprävention dient.

(2) Bei atypischer oder extremer Nutzung, insbesondere Massenverarbeitung, ungewöhnlichen Zugriffsmustern oder automatisierten Abfragen, ist der Anbieter berechtigt, zu drosseln, Jobs zu priorisieren, Verarbeitung zeitweise zu unterbrechen, ein Upgrade zu verlangen oder Accounts temporär zu sperren.

(3) Lasttests oder Benchmarking sind nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung und festgelegtem Scope zulässig, da unautorisierte Lasttests den Betrieb gefährden und zu Fehlalarmen oder Ausfällen führen können.

4.4 Supportkanal und Priorisierung

(1) Support erfolgt über info@gatif.ai, wobei der Anbieter Supportanfragen strukturieren darf, insbesondere durch Ticketing, Priorisierung und Rückfragen, und der Kunde verpflichtet ist, Fehler reproduzierbar zu beschreiben, insbesondere durch Zeitpunkt, Schritte, Screenshots oder Logs soweit zulässig sowie betroffene Workspace-IDs.

(2) Der Anbieter arbeitet mit Prioritäten P1–P4 und entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die Einstufung.

(3) Reaktions- oder Behebungszeiten sind nur geschuldet, sofern dies in einem SLA oder SOW ausdrücklich vereinbart ist; ohne SLA erfolgt die Bearbeitung nach „best effort“.

4.5 SLA

(1) Ein SLA gilt ausschließlich, sofern es ausdrücklich vereinbart ist.

(2) Rechtsfolgen eines SLA-Verstoßes sind, soweit zulässig, ausschließlich Service Credits nach Maßgabe des SLA, sodass weitergehende Ansprüche, insbesondere Schadensersatz, im B2B-Kontext – soweit rechtlich zulässig – ausgeschlossen sind.

5. Nutzung, Accounts, Rollen, Sicherheit, Logging, Export

5.1 Rollen und Berechtigungen

Der Kunde erkennt an, dass Admins Nutzer, Rollen, Billing, Security und Exports steuern können, und trägt die Verantwortung für die Vergabe von Admin-Rechten und die interne Umsetzung des Need-to-know-Prinzips.

5.2 Seat-Regel, Sharing-Verbot, True-Up

(1) Ein Seat entspricht einer natürlichen Person, sodass Sharing oder Multiplexing untersagt ist, insbesondere die Nutzung generischer Sammelaccounts oder die Nutzung eines Seats im Schichtbetrieb durch mehrere Personen.

(2) Bei Übernutzung ist der Anbieter berechtigt, eine Nachlizenzierung und Nachberechnung (True-Up) vorzunehmen und gegebenenfalls eine Sperrung zu verhängen, wobei der Anbieter Übernutzung anhand von Login- und Auditdaten feststellen darf und eine Nachberechnung anteilig zum laufenden Abrechnungszeitraum erfolgt.

5.3 Sicherheitspflichten des Kunden

(1) Der Kunde schützt Zugangsdaten vor unbefugter Kenntnisnahme, gibt diese nicht weiter und stellt sicher, dass Nutzer sichere Passwörter verwenden und Endgeräte hinreichend geschützt sind.

(2) Eine Kompromittierung ist unverzüglich, das heißt ohne schuldhaftes Zögern und spätestens binnen 24 Stunden nach Kenntnis, zu melden.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, bei Sicherheitsverdacht 2FA, Resets oder Session-Revoke zu erzwingen, Logins zu blockieren, Sessions zu beenden oder sicherheitsrelevante Einstellungen durchzusetzen.

5.4 Logging, Telemetrie, Abuse-Prevention

(1) Der Anbieter protokolliert zur Sicherheit, Missbrauchsprävention, Diagnose, Abrechnung und Compliance technische Ereignisse, insbesondere IP-Adressen, Zeitstempel, Event-Typen, Fehlermeldungen, Auth-Events und Job-Status.

(2) Der Kunde erkennt an, dass Logs personenbezogene Elemente enthalten können und deren Verarbeitung nach anwendbaren Datenschutzregeln erfolgt, wobei Logging erforderlich sein kann, um Angriffe abzuwehren, Fehler zu analysieren und Abrechnungen zu plausibilisieren.

5.5 Sperrung (Suspension) und Wiederherstellung

(1) Der Anbieter ist berechtigt, bei Zahlungsverzug, Missbrauch, Sicherheitsrisiken oder Rechts- beziehungsweise Sanktionsrisiken zu sperren.

(2) Bei akuter Gefahr darf eine Sperre sofort erfolgen, andernfalls erfolgt sie nach Mahnung, soweit dies praktisch möglich ist, wobei „akute Gefahr“ insbesondere bei Malware, Credential Leaks, massenhaftem Scraping, DoS-Verhalten, illegalen Inhalten oder behördlichen Anforderungen vorliegen kann.

(3) Eine Wiederherstellung erfolgt nach Klärung, wobei B2B-Aufwand kostenpflichtig sein kann, und der Anbieter eine angemessene Vergütung für Recovery-, Forensik- oder Restore-Aufwand verlangen darf, sofern der Anlass dem Verantwortungsbereich des Kunden zuzurechnen ist.

5.6 Export/Portabilität

Der Anbieter unterstützt Datenexporte nach „best effort“, übernimmt jedoch keine Drittkompatibilitätsgarantie, und der Kunde bleibt für Backups verantwortlich, wobei dies insbesondere bedeutet, dass Exportfunktionen nur nach Verfügbarkeit bereitgestellt werden und keine dauerhafte Verfügbarkeit bestimmter Exportformate ohne ausdrückliche Zusage geschuldet ist, dass keine Kompatibilität mit konkreten Dritttools, ERP/CRM-Systemen oder bestimmten Versionen geschuldet ist, und dass der Kunde Exporte zeitnah durchführen, lokal sichern und eigene Backups erstellen muss, da der Anbieter nicht für Datenverluste haftet, die durch unterlassene Exporte, fehlende Backups oder verspätete Sicherungen entstehen.

6. Kundenpflichten, Inhalte, Rechtmäßigkeit, Datenschutz

6.1 Rechte, Rechtmäßigkeit, Verantwortlichkeit

Der Kunde garantiert, dass er über sämtliche erforderlichen Rechte, Lizenzen und Einwilligungen verfügt, dass Inhalte rechtmäßig sind und keine Rechte Dritter, insbesondere Urheber-, Marken-, Persönlichkeitsrechte oder Geschäftsgeheimnisse, verletzen, und der Kunde haftet für Handlungen seiner Nutzer.

6.2 Datenschutz und Rollen

(1) Der Kunde stellt die erforderlichen Rechtsgrundlagen, Informationspflichten sowie Löschkonzepte sicher.

(2) Ein DPA/AVV wird auf Anfrage unverzüglich bereitgestellt und abgeschlossen, sobald eine Auftragsverarbeitung vorliegt.

(3) Besondere Kategorien personenbezogener Daten dürfen nur verarbeitet werden, sofern dies ausdrücklich vereinbart ist und geeignete Schutzmaßnahmen sowie erforderliche vertragliche Grundlagen bestehen, wobei hierzu insbesondere Gesundheitsdaten, Strafdaten, Daten von Kindern oder vergleichbar sensible Kategorien zählen.

6.3 Datenqualität

Der Kunde trägt die Verantwortung für Scanqualität, Struktur, Sprache, Vollständigkeit und Richtigkeit der Inputs, und Outputabweichungen aufgrund schlechter Inputqualität, fehlender Kontextinformationen oder widersprüchlicher Quellen stellen keinen Mangel dar, wobei der Kunde verpflichtet bleibt, Outputs vor Nutzung fachlich zu prüfen.

6.4 Verbotene Inhalte/Use Cases

Verboten sind insbesondere Malware, Phishing und Spam, illegale Inhalte, Hate/Extremismus, Betrug/Impersonation, illegale Überwachung sowie die Übermittlung oder Verarbeitung von Secrets, Keys, Passwörtern oder Tokens, und der Anbieter ist berechtigt, solche Inhalte zu blockieren, zu löschen, zu sperren oder – soweit rechtlich erforderlich – an Strafverfolgungsbehörden zu melden.

6.5 Freistellung

Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter einschließlich angemessener Rechtsverfolgungskosten frei, sofern diese Ansprüche aus Kundeninhalten, Nutzerhandlungen oder rechtswidriger Nutzung entstehen.

7. Acceptable Use (Nutzungsregeln)

7.1 Technische Verbote

Untersagt sind insbesondere Reverse Engineering, Prompt- oder Systemprompt-Extraktion, Model-Stealing, Scraping oder Massendownload, Limitumgehung, der Einsatz von Bots ohne Freigabe sowie Security Testing ohne Erlaubnis, und der Kunde darf weder Sicherheitsmechanismen umgehen noch Stresstests durchführen noch Benchmark-Ergebnisse veröffentlichen, sofern dies nicht schriftlich vereinbart ist.

7.2 Drittplattform-Regeln (z. B. LinkedIn)

Der Kunde hält Dritt-AGB ein, der Anbieter haftet nicht für Sperren durch Plattformbetreiber, und der Kunde verantwortet die Einhaltung von UWG/DSGVO/Consent/Opt-out, wobei der Anbieter keine Wiederherstellung gesperrter Drittaccounts und keine „Sperrfreiheit“ schuldet.

7.3 Durchsetzung

Der Anbieter ist berechtigt, bei Verstößen abgestuft zu reagieren, indem er zunächst Hinweise oder Warnungen mit Frist zur Abhilfe erteilt, sodann technische Drosselungen oder Feature-Deaktivierungen vornimmt, sodann Suspendierungen ausspricht und bei schweren oder wiederholten Verstößen fristlos kündigt, wobei bei akuter Gefahr, etwa Angriff, Malware, DoS, Datenabfluss oder behördlicher Anordnung, eine sofortige Sperre oder Kündigung ohne Vorwarnung zulässig ist, und der Kunde auch während einer Suspendierung zur Zahlung fälliger Entgelte verpflichtet bleibt, sofern die Suspendierung vom Kunden zu vertreten ist.

8. KI-spezifische Regelungen

8.1 Keine Richtigkeitsgarantie / Halluzinationen

Der Kunde erkennt an, dass KI-Outputs falsch, erfunden, veraltet oder unvollständig sein können, und verpflichtet sich, Outputs vor Nutzung zu prüfen, wobei der Anbieter keine Verantwortung für Entscheidungen übernimmt, die allein auf Outputs basieren.

8.2 Keine Beratung

Outputs ersetzen keine Rechts-, Steuer-, Medizin-, Finanz- oder Security-Beratung, sondern sind assistiv.

8.3 High-Risk / Human-in-the-loop

Kritische Entscheidungen dürfen nicht ohne menschliche Kontrolle getroffen werden, und der Kunde stellt sicher, dass HR-, Finanz-, Rechts- und sicherheitskritische Entscheidungen durch qualifizierte Personen geprüft werden.

8.4 Nicht-Exklusivität

Ein Exklusivitätsanspruch besteht nicht, ähnliche Outputs können auch für andere Kunden möglich sein, und der Kunde prüft eigenverantwortlich Rechte und Zulässigkeit der Nutzung.

8.5 Safety / Moderation

Der Anbieter darf Inhalte, Prompts oder Outputs blockieren oder filtern, sofern dies zur Einhaltung von Recht, Sicherheit oder Plattformschutz erforderlich ist.

9. Preise, Abrechnung, Laufzeit, Zahlung, Verzug

9.1 Preise und Bestandteile

Preise ergeben sich aus Order oder SOW; Add-ons, Setup, Professional Services oder Managed Services werden gesondert vergütet, und alle Preise verstehen sich netto zuzüglich Steuern, soweit anwendbar.

9.2 Abrechnungsperioden

Abrechnung erfolgt monatlich, quartalsweise oder jährlich im Voraus, sofern nicht im SOW abweichend vereinbart, und der Anbieter darf Rechnungen elektronisch stellen.

9.3 Verlängerung & Kündigung

Im B2B-Kontext verlängern sich Verträge automatisch, sofern nicht mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten gekündigt wird; im B2C-Kontext gilt dies nur im Rahmen zwingenden Rechts, im Übrigen entsprechend.

9.4 Zahlungsabwicklung, Gebühren, Chargebacks

Zahlung kann per Karte, SEPA oder Rechnung erfolgen, Rücklastschrift- oder Chargebackkosten trägt der Kunde, und der Anbieter darf bis zur Klärung sperren sowie angemessene Bearbeitungsgebühren für Rücklastschriften erheben.

9.5 Verzug

Bei Verzug fallen Verzugszinsen und Mahnkosten an, der Anbieter darf nach Mahnung sperren, und eine Reaktivierung kann vom Ausgleich sämtlicher Kosten abhängig gemacht werden.

9.6 Upgrade/Downgrade/Refund

Upgrades wirken sofort und werden anteilig nachberechnet, Downgrades wirken zum Periodenende, und Refunds bei Nichtnutzung sind ausgeschlossen, im B2C-Kontext vorbehaltlich zwingenden Rechts.

9.7 Steuern / Reverse Charge

Reverse Charge findet bei gültiger VAT-ID Anwendung, und der Kunde haftet für falsche Angaben.

10. Widerruf (B2C)

10.1 Widerrufsrecht

Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen ein Widerrufsrecht von 14 Tagen.

10.2 Widerrufsbelehrung (vollständig)

Widerrufsbelehrung: Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen; die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses; um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns, Digital Ninja LTD., Debar 27, fl. 6, apt. 16, 9000 Varna, Bulgarien, E-Mail: info@gatif.ai, mittels einer eindeutigen Erklärung, etwa per E-Mail, über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren; Sie können dafür das unten stehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist; zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

10.3 Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist, wobei wir für diese Rückzahlung dasselbe Zahlungsmittel verwenden, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart.

10.4 Vorzeitiger Beginn der Leistung / Wertersatz

Verlangen Sie ausdrücklich, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung der Dienstleistung beginnen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

11. Vertragsende, Datenlöschung, Retention

(1) Nach Vertragsende besteht ein Exportfenster von 30 Tagen, innerhalb dessen der Kunde, soweit technisch angeboten, Inhalte und Outputs exportieren kann.

(2) Nach Ablauf des Exportfensters darf der Anbieter Inhalte löschen oder anonymisieren, wobei eine Wiederherstellung nach Ablauf grundsätzlich ausgeschlossen ist.

(3) Backups werden zeitverzögert überschrieben, und der Anbieter schuldet nach Vertragsende keine manuelle Restore-Leistung.

(4) Der Anbieter darf Daten aufbewahren, soweit dies zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten oder zur Rechtsverteidigung erforderlich ist.

12. Abnahme / Acceptance (Deliverables)

(1) Deliverables gelten als abgenommen, wenn der Kunde nicht binnen 14 Tagen wesentliche Mängel in Textform rügt, wobei die Frist mit Bereitstellung des Deliverables beginnt.

(2) Nicht wesentliche Mängel berechtigen nicht zur Abnahmeverweigerung.

(3) Produktive Nutzung oder Weiterverarbeitung gilt als Abnahme.

(4) Change Requests sind keine Mängel.

13. Change Requests

(1) Leistungen außerhalb des vereinbarten Scopes sind Change Requests.

(2) Die Umsetzung erfolgt erst nach Beauftragung und Vergütungsfreigabe.

(3) Der Anbieter darf Change Requests priorisieren und bündeln.

14. Subunternehmer

(1) Der Einsatz von Subunternehmern ist zulässig, wobei der Anbieter verantwortlich bleibt.

(2) Ein Anspruch auf bestimmte Personen besteht ohne Key-Person-Vereinbarung nicht.

15. Abwerbeverbot (B2B)

(1) Während der Laufzeit und für 12 Monate danach ist eine Abwerbung von Mitarbeitenden oder Subunternehmern des Anbieters untersagt.

(2) Bei Verstoß schuldet der Kunde Schadensersatz, wobei pauschalierter Schadensersatz nur soweit zulässig vereinbart gilt.

16. Compliance (Sanktionen/Export/Anti-Korruption)

(1) Nutzung ist untersagt, sofern Sanktions- oder Exportverbote entgegenstehen.

(2) Bestechung oder korruptive Zahlungen sind untersagt.

(3) Der Anbieter darf bei Verdacht sperren oder kündigen.

17. Notice-and-Takedown

(1) Der Anbieter darf Inhalte sperren oder entfernen, sofern eine plausible Rechtsverletzung oder behördliche Anordnung vorliegt.

(2) Der Kunde wird informiert, soweit zulässig.

(3) Der Kunde trägt den Nachweis der Rechte.

18. IP, Lizenz, Feedback, Referenzen

(1) Rechte an der Plattform verbleiben beim Anbieter.

(2) Der Kunde erhält eine nicht-exklusive, nicht übertragbare Lizenz zur vertragsgemäßen Nutzung.

(3) Feedback darf der Anbieter unentgeltlich verwenden.

(4) Referenzen sind im B2B-Kontext mit Opt-out zulässig und im B2C-Kontext nur mit Einwilligung.

19. Vertraulichkeit

(1) Vertraulich sind alle nicht öffentlichen Informationen, insbesondere Pricing, SOW, technische Details, Strategien und Daten.

(2) Nutzung erfolgt ausschließlich zur Vertragserfüllung.

(3) Die Pflicht gilt nach Vertragsende fort.

20. Security / Vulnerability Disclosure

(1) Meldungen sind ausschließlich an info@gatif.ai zu richten; sensible Daten dürfen nicht unverschlüsselt übermittelt werden.

(2) Eine Veröffentlichung ohne Abstimmung ist untersagt.

(3) Der Anbieter priorisiert und koordiniert strukturiert.

21. Gewährleistung & Haftung

(1) Im B2C-Kontext gelten die gesetzlichen Vorschriften.

(2) Im B2B-Kontext beträgt die Verjährung für Gewährleistungsansprüche, soweit zulässig, 12 Monate ab Bereitstellung oder Abnahme.

(3) Die Haftung ist unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; im Übrigen haftet der Anbieter bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.

(4) Im B2B-Kontext ist die Haftung der Höhe nach auf die Entgelte der letzten 12 Monate begrenzt.

(5) Ausgeschlossen sind, soweit zulässig, entgangener Gewinn, indirekte Schäden sowie Datenverlust, soweit der Kunde keine Backups erstellt hat.

(6) Eine Haftung für KI-Inhalte oder deren Richtigkeit ist ausgeschlossen, soweit zulässig.

22. Recht, Gerichtsstand, Streitbeilegung

(1) Gegenüber Unternehmern gilt bulgarisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, und Gerichtsstand ist Varna.

(2) Gegenüber Verbrauchern bleibt zwingendes Recht unberührt.

(3) Es besteht keine Teilnahme an Schlichtungsverfahren; die ODR-Plattform ist geschlossen.

23. AGB-Änderungen

(1) Der Anbieter darf diese AGB aus sachlichem Grund, insbesondere bei Rechtsänderungen, Sicherheitsanforderungen oder Produktentwicklungen, ändern.

(2) Änderungen werden in Textform mitgeteilt; der Kunde kann binnen 14 Tagen widersprechen.

(3) Bei Widerspruch ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zu kündigen, sofern eine Fortsetzung unzumutbar ist; im B2C-Kontext nur soweit zulässig.

24. Dokumente „auf Anfrage“

(1) DPA/AVV, Subprozessorenliste, SLA, Security Whitepaper sowie eine Detail-Feature-Matrix werden auf Anfrage unverzüglich bereitgestellt.

(2) Maßgeblich für den Umfang der Leistung bleiben Order/SOW und Buchungsbestätigung.

ANHANG: Muster-Widerrufsformular (Textblock)

Muster-Widerrufsformular (Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

An: Digital Ninja LTD. Debar 27, fl. 6, apt. 16 9000 Varna, Bulgarien E-Mail: info@gatif.ai

Hiermit widerrufe(n) ich/wir () den von mir/uns () abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung:

Bestellt am () / erhalten am ():

Name des/der Verbraucher(s):

Anschrift des/der Verbraucher(s):

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):

Datum:

(*) Unzutreffendes streichen.

3) Muster-Widerrufsformular (zum Kopieren)
Zum Kopieren: Das Muster-Widerrufsformular ist nachfolgend als Textblock dargestellt.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

An:
Digital Ninja LTD.
Debar 27, fl. 6, apt. 16
9000 Varna, Bulgarien
E-Mail: info@gatif.ai

Hiermit widerrufe(n) ich/wir () den von mir/uns () abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung:

Bestellt am () / erhalten am ():

Name des/der Verbraucher(s):

Anschrift des/der Verbraucher(s):

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):

Datum:

(*) Unzutreffendes streichen.
4) Kontakt
Digital Ninja LTD.
Debar 27, fl. 6, apt. 16
9000 Varna
Bulgarien
E Mail: info@gatif.ai
Telefon: +49 157 39095635
Alternativ: Kontakt aufnehmen.